Wir im Parlament

Die Fraktion macht momentan 7 von 43 Sitzen (plus zwei Stellvertreter) im Studierendenparlament (SP) aus. Wir setzen uns als Oppositionsführer für eine pragmatische Politik, einen respektvollen Umgang mit Euren Semesterbeiträgen und sinnvolle Lösungen studentischer Probleme ein.

Letzte Sitzung (Bericht hier)

Daniel Müller ist aus der Fraktion zurückgetreten, um sich in den Ältestenrat wählen zu lassen. Wir gratulieren herzlich zur Wahl! Was noch passiert ist, findet ihr im ausführlichen Bericht.

Unsere Anträge

Vergabeverfahren zum Medizinstudium

Wir haben einen ausführlichen, konstruktiven und innovativen Antrag für ein neues Vergabeverfahren für Studienplätze der Human-, Tier- und Zahnmedizin sowie Pharmazie gestellt. Hintergrund ist das Urteil des BVerfG, das das bisherige Verfahren kritisiert. Durch Änderungsanträge der Jusos wurde der Antrag allerdings so entfremdet, dass wir als Antragsteller zurücktreten mussten. Der so geänderte Antrag wurde angenommen. Kernpunkte waren:

  • Leistungs- und Qualifikationsprinzip
  • Jeder mit Abi soll Medizin studieren können
  • Zwei statt bisher drei Quoten:
    1. Abiturnote + Medizinertest: Der Test soll Softskills und vorher zu lernendes Fachwissen abfragen, um eine grundsätzliche Qualifikation für das Studium zu ermitteln. Die Wissensfragen sollen die Fähigkeit, Medizin-Stoff zu lernen, prüfen.
    2. Talentquote + Medizinertest: Die „Talentquote“ soll Berufserfahrung, Ausbildungsabschlüsse und ehrenamtliches Engagement im medizinischen Bereich berücksichtigen. Der Test soll wie oben beschrieben aussehen.
  • Transparenz der Kriterien und (abstrakten) Prüfungsinhalt
  • Da die Wartezeit durch Urteil eine zeitliche Obergrenze erhielt, sorgt sie nicht mehr dafür, dass jeder die Möglichkeit zum Studium erhält. Stattdessen ermöglichen der Test und die Talentquote Chancen, auch jenseits des Abitur eine Eignung, seinen Wunsch das Studium zu Ergreifen und seinen Fleiß unter Beweis zu stellen.

Verurteilung antisemitischer Gewalt

„Das 40. Bonner Studierendenparlament (SP) verurteilt den Angriff eines Zwanzigjährigen auf den israelischen Professor im Hofgarten vom 11.07.2018 zutiefst. Es kritisiert den Versuch der antisemitschen BDS-Bewegung, den Vortrag des jüdischen Wissenschaftlers Dr. Amichai Magen im Rahmen der Veranstaltung zum Thema „Managing Terrorist Threats: The Growing Democracy Advantage“ vom 12.07.2018 zu verhindern, scharf.

Die Bonner Studenten stehen geschlossen mit ihren jüdischen Kommilitonen und Mitbürgern. Die Bonner Studenten verurteilen Gewalt und Antisemitismus; sie verurteilen die Täter und sind mit den Opfern solidarisch. Dass alleine von der öffentlich sichtbaren Zugehörigkeit zum Judentum eine körperliche Gefahr ausgeht, darf nicht sein.

Kein Ort steht mehr für Freiheit, Toleranz, Vielfalt und den offenen, gewaltfreien Diskurs als eine Universität. Die Freiheit von Forschung und Lehre ist ein zentraler Wert einer jeden Demokratie und unserer Republik. Darauf sind wir stolz. Beide beschriebenen Vorgänge waren auch Angriffe auf all diese Werte, weshalb das SP sie in besonderer Weise verurteilt.

Das SP bedauert, das Bekenntnis zu solchen scheinbaren Selbstverständlichkeiten explizit beschließen zu müssen und ist darüber besorgt, dass sie sogar hier an der Uni Bonn nicht überall Realität sind.“

Stellungnahme zum Hochschulfreiheitsgesetz