„Digitalisierung first“ – aber nicht „Bedenken second“

Noch mehr Digitalisierung in die Lehre, den Studentenalltag und die Arbeit von AStA und SP einzubringen, kann sehr nützlich sein. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht blind einer digitalen Euphorie aufsitzen, sondern zielgerichtet das tun, was den Studenten hilft. Dazu kommt es auf gute Arbeit der verschiedenen Entscheidungsträger an. Neben der Unicard, die Studenten, die schnellstmöglich eingeführt werden soll, haben wir für alle Ebenen große Pläne:

  • Senat und Fakultätsräte: Wir sollten mit Pilotprojekten Online-Vorlesungen erproben und E-Learning in Seminaren an sinnvollen Stellen ausbauen. Das erleichtert das Studium für Studenten, die ihr Studium durch Jobs finanzieren, die Eltern sind, die wegen der Wohnungsnot pendeln müssen oder aus körperlichen oder anderen Einschränkungen heraus nicht an jeder Vorlesung teilnehmen können. Auch Leistungsträger, die sich in wichtigen Ehrenämtern engagieren oder mehrere Vollzeitstudien gleichzeitig absolvieren, werden unterstützt oder ihre Leistung wird dadurch erst ermöglicht. Aber darunter dürfen Qualität der Lehre und akademischer Austausch, der oft vom Zwischenmenschlichen lebt, nicht leiden. Deshalb müssen wir in der Gremienarbeit genau ausloten, an welcher Stelle welche Verbesserung möglich ist. Dazu kommt, dass man die Raumbelegung über Daten aus BASIS leicht digital zur Verfügung stellen kann; wenn Dozenten den Ausfall einzelner Sitzungen melden, kann auch das einfach zur Verfügung gestellt werden. Natürlich setzen wir uns für eine möglichst weitgehende Digitalisierung des Schriftguts der ULB und der Institute ein, damit Ihr Bücher nicht kopieren müsst, sondern einfach online abrufen könnt.
  • Studentenwerk und AStA: Das Studentenwerk, das sich u.a. um die Mensa oder viele Wohnheime kümmert, kann stetig prüfen, welche Angebote man für die Studenten erleichtern kann, indem man sie digitalisiert, und welche Risiken das birgt. Eine ähnliche Aufgabe werden wir auch dem IT-Referat des AStA stellen.
  • Parlament: Im Parlament geht es neben der legislativen Ermöglichung oben genannter Projekte vor allem um die Öffentlichkeitswirksamkeit. Wir möchten, dass die Hochschulpolitik im Leben des normalen Studenten präsenter und ihre wichtige Bedeutung eindrücklicher wird. Deshalb wollen wir durchsetzen, dass das SP durch soziale Medien über seine aktuelle Tätigkeit informiert. Das schafft gleichzeitig Transparenz und eine neutrale Informationsquelle im Gegensatz zum Wust an sich teilweise widersprechenden Informationen seitens der verschiedenen Fraktionen. Dabei soll natürlich nur ganz neutral beschrieben werden, z.B. welcher Antrag behandelt wird und wie das Abstimmungsergebnis lautet. Ein Digitalisierungs-Ausschuss soll die Öffentlichkeitsarbeit des Präsidiums überwachen und Ideen für innovative       Anwendungen des Digitalen finden.

Auch im Alltag der Studenten kann man von Beispielen anderer Unis lernen: Man kann ganz anonym die Auslastung von Bibliotheken erfassen und online anzeigen, ob noch Plätze frei sind – ähnlich wie z.B. bei Parkgaragen. Man kann die Raumbelegungsdaten aus BASIS bündeln und einen Belegungsplan anzeigen und den Ausfall von Lehrveranstaltungen online zeigen. Das erleichtert unser Leben ganz konkret.