Diskurs statt Extremismus – ausgeglichene politische Bildung

Die politische Bildung ist eine wichtige Aufgabe des AStA. Sie regt Studenten dazu an, kritisch über bestimmte Themen nachzudenken, lädt renommierte Referenten ein und stärkt die Debattenkultur in der Studentenschaft – eigentlich! Der jetzige AStA ist so überzeugt, die einzigwahre Antwort auf jede politische Frage zu kennen, dass er nur die gelten lässt. Er findet das System, in dem wir leben, so schlimm, dass sie es als ihre Aufgabe betrachtet, es einseitig zu kritisieren und dagegen Stimmung zu machen. Man möchte (so wörtlich) „Aufklärung“ betreiben. Das brauchen angehende Akademiker nicht. Und das Angebot ist nicht nur einseitig, sondern sehr weit links – teilweise viel zu weit!

Wir möchten Euch ausgeglichene Podien anbieten, die ausgeglichen über aktuelle Themen der Politik diskutieren. Wir sind auch bereit, dort Menschen auftreten zu lassen, denen wir vollkommen widersprechen. Man darf selbstdenkenden Studenten zumuten, ihre Meinung selbst zu bilden und sie nicht vorgesetzt zu bekommen. Wer glaubt, im Recht zu sein, muss den offenen Diskurs nicht fürchten. Ein RCDS-geführtes Referat würde sogar ganz neue Richtungen einschlagen und die Finanzierung von Workshops prüfen, in denen sich Bonner Studenten intensiv mit den Themen der Zeit oder der politischen Landschaft selbst auseinandersetzen. Dabei gilt immer: Es wird im Rahmen des Grundgesetzes und unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung diskutiert. Politischer oder religiöser Extremismus jeder Richtung wird von uns keine Unterstützung finden. Natürlich ist vorstellbar, Vertretern behandelter Richtungen das Wort zu geben, wenn sie dabei von Experten (z.B. Wissenschaftlern unserer Uni) eingeordnet werden. Aber für uns steht gar klar fest: Verfassungsfeinde wie die ASJ werden nicht mehr Veranstalter von AStA-Vorträgen sein. Genauso wenig selbstverständlich z.B. die Identitäre Bewegung oder Islamisten.