Wahlen 2020: Fakultätsrat Juridicum

Die Fakultäten und ihre Fakultätsräte arbeiten näher an den einzelnen Fachbereichen und können das Studium entscheidend prägen. Hier sind wir aktuell nicht vertreten, aber umso motivierter, dort für Eure Interessen auf pragmatische und konstruktive Weise einzutreten. Die Fakultäten wählen nach unterschiedlichen Wahlsystemen und natürlich treten auch unterschiedliche Kandidaten für den RCDS an. Die Rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät hat ein kompliziertes System, aber eigentlich zählt nur ein: RCDS – die studentische Mitte und ihren Kandidaten William Thelen wählen!

RCDS – die studentische Mitte wählen

Für uns möchte William Thelen (Jura), der ehemalige Bonner RCDS-Vorsitzende und Bundesschatzmeister des RCDS-Dachverbands, in den Fakultätsrat des Juridicums. Aktuell sitzt William im Senat der Fakultät und im Studierendenparlament, dessen Präsidium er früher angehörte. Im Senat arbeitet er in einer Kommission, die sich mit guter Lehre befasst, und möchte die dort gewonnenen Erfahrungen nun konkret in den Studiengängen seiner Fakultät anwenden. Seine Kernforderungen für die Fakultät findest Du im FolgendenInsgesamt gibt es zwei studentische Vertreter für die Rechtswissenschaft und einen für die VWL im Fakultätsrat.

Da es eine Personenwahl ist, merk Dir bitte den Namen: William Thelen.

Regelstudienzeit erleichtern… und erhöhen!

Viele Juristen schaffen ihr Studium nicht in Regelstudienzeit, obwohl sie sich wirklich darum bemühen. Das macht sich nicht nur schlecht im Lebenslauf, sondern wirkt sich auch auf die Brieftasche aus (Semesterbeiträge, BAföG, …). Die Ursachen dafür kann man in drei Kategorien unterteilen: Lehrqualität, organisatorischer Aufbau des Studiums und Belastungen neben dem Studium. Und wir haben für alles drei konkrete Ideen. Aber vor allem muss eine RCDS-Forderung Umsetzung finden: Erhöhung der Regelstudienzeit Jura um ein Semester!

Lehrqualität konkret verbessern

Gute Lehre soll sich lohnen! Wir möchten im Fakultätsrat an noch besseren Anreizsystemen arbeiten, die mit guten Evaluationsergebnissen verbunden werden, aber eben auch mit didaktischen Fortbildungen, z.B. im Bonner Zentrum für Hochschullehre. Außerdem muss dringend darauf geachtet werden, dass alle Dozenten nicht nur fachliche Fähigkeiten besitzen, sondern ihr Wissen auch gut vermitteln können – dafür müssen sowohl unabhängige Experten der Fakultät als auch die Lehrstühle selbst mehr Sorge tragen. Schließlich muss die Digitalisierung so genutzt werden, dass sie Lern- und Lehrmethoden verbessert, ohne aber z.B. den menschlichen Kontakt vollends zu verdrängen, den wir für einen essenziellen Bestandteil der Hochschullehre halten.

Reibungsloser Studienverlauf

Wem hat das Studium noch keine unnötigen Steine in den Weg gelegt? Es darf nicht zu viel verlangt sein, einen überschneidungsfreien Stundenplan zu garantieren oder Klausurtermine so abzustimmen, dass sie nicht kollidieren. So wenige Module wie möglich sollten verpflichtend aufeinander aufbauen, sodass man auch weiterstudieren kann, wenn man Prüfungen im kommenden Semester nachholen muss. Ansonsten verschiebt eine vergeigte Klausur das ganze Studium nach hinten und sorgt im Zweifel für Leerlauf im kommenden Semester. Insgesamt sollten alle Prüfungen in jedem Semester angeboten werden und das Nachschreiben flexibler funktionieren. Anwesenheitspflichten, die der Fakultätsrat ab jetzt freier als sonst gestalten darf, müssen auf das notwendige Minimum beschränkt werden. Diese Ideen und einige mehr möchten wir in Senat und Fakultätsräte einbringen, um das Studium zu erleichtern.

Job und Ehrenamt mit dem Studium vereinbaren

Wer viele Arbeitsstunden braucht, um sein Studium zu finanzieren, oder sich als Ehrenämtler für die Gesellschaft einsetzt, sollte dafür nicht bestraft werden. Daher muss ein Anrechnungssystem auf die Regelstudienzeit her, das sich nicht nur auf Engagement in AStA und Fachschaften beschränkt. Das ist gut für den Freischuss, fürs BAföG und für den Lebenslauf. Wer ein Dienstjahr (BFD, FSJ, FÖJ, BW, etc.) absolviert, sollte diese Zeit als doppelte Wartesemester angerechnet bekommen. Berufserfahrung, Praktika und Ehrenamt im fachlichen Umfeld des eigenen Studiengangs sollte zusätzlich dazu auch für jeden Studenten Leistungspunkte wert sein. Dort lernt man im Zweifel mehr als in mancher Vorlesung!

Studium mit Kind und Härtefälle

Eltern, die studieren, sehen sich mit ganz besonderen Herausforderungen konfrontiert. Aber auch bspw. Studenten mit Behinderung oder chronischer Erkrankung haben spezielle Hürden im Unialltag, die über die Barrierefreiheit von Treppenhäusern hinausgehen. Hier müssen die bisherigen Angebote für Wohnheimplätze, Beratungen, Kinderbetreuung etc. ausgebaut werden. Aber auch das Studium muss auf eine Weise angepasst werden, die den Spagat zwischen Leistungsgerechtigkeit und Ausgleich für Nachteile, die keine sein dürfen, hinbekommt: zum Beispiel durch Flexibilisierung und Digitalisierung. Eltern brauchen aber z.B. auch flächendeckende Wickelmöglichkeiten, die – vor allem für Väter, weil sie bisher häufig mit Damentoiletten verbunden sind – ausgebaut werden müssen. Zudem muss auch hier eine Freischuss-Regelung gefunden werden, die der besonderen Situation gerecht wird. Selbstverständlich gilt gleichzeitig: Einen Freifahrtschein zum Examen wollen wir natürlich nicht ausstellen; es geht rein um den Nachteilsausgleich.

Studentische Nachhilfebörse

Eine RCDS-Forderung hat der AStA übernommen und angefangen umzusetzen: eine Online-Nachhilfebörse, über die Studenten bei der Klausurvorbereitung Unterstützung von denen bekommen, die die Prüfung bereits abgelegt haben. Aktuell gibt es genau eine Nachhilfelehrerin, nämlich für Chemie. Das reicht uns nicht aus! Stattdessen soll jeder Student (oder junge Absolvent) die Möglichkeit haben, seinen Kommilitonen Unterstützung anzubieten. Er soll pseudonymisiert nicht nur das Fach, sondern gerne auch bestandene Prüfungen (auf Wunsch mit betreffender Note) und seinen Wunschpreis angeben, sodass der Nachhilfeschüler sich nach Qualität und Kosten orientieren (und zur Not was den Preis angeht nachverhandeln kann). Dadurch, dass der AStA als Vermittler keine finanziellen Interessen verfolgt, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Zu teuer soll das Ganze also nicht werden: Je nach Angebots- und Nachfrageentwicklung kann auch über eine Deckelung der Nachhilfegebühren nachgedacht werden; grundsätzlich sollten sich aber faire Preise selbst einpendeln. Vor allem aber müssen wir darauf achten, dass der AStA die Gebühren finanziell schlechter gestellter Studenten bezuschusst, damit niemand von der Nachhilfe ausgeschlossen ist.

Digitalisierung des Studiums und der Bibliotheken

Mehr Lehr- und Lernmittel, Schriftgut etc. digitalisieren, Vorlesungsaufzeichnung ermöglichen und natürlich die berüchtigte UniCardeinführen: Nach dem Motto „Oldies but Goldies“ werden diese Forderungen weiterhin oben auf unserer Agenda stehen. Aber das reicht nicht. Die Verfügbarkeit von Büchern wie von Sitzplätzen in allen Bonner Bibliotheken– auch in den vielen Institutsbibliotheken der PhilFak – müssen online einsehbar werden. Es braucht eine Integration des Verleihsystems in Bonnus, denn selbst Präsenzbibliotheken verleihen häufig übers Wochenende oder zumindest an Lehrstühle. Wer kennt es nicht: Der Papier-Stellvertreter ist aus dem Regal gefallen oder der Lehrstuhl war zu faul einen zu schreiben und schon ist das Buch nicht auffindbar? Außerdem wäre es sicher nicht falsch, Bücher für Wochenendleihen auch vormerken zu können. Es klingt fast selbstverständlich, dass in jeder Bib kostenlose Scannerzur Verfügung stehen müssen, oder? Dass überall guter WLAN-Empfang herrscht? Dass man an jedem Platz in der Bib und im Hörsaal/Seminarraum Zugang zu einer Steckdose hat? Es muss noch viel passieren.

Themen für die ganze Uni Bonn

Der RCDS existiert natürlich nicht nur an der PhilFak und kandidiert neben dem Fakultätsrat auch für SP, Senat und andere Gremien. Er hat also einige Forderungen, die die ganze Uni betreffen. Für unser hochschulweites Wahlprogramm, schnapp Dir einfach eine Wahlzeitung, schau unter rcds-bonn.de/wahlen-2020 rein oder such uns auf Facebook und Instagram: @rcdsbonn (oder RCDS Bonn e.V.).

Deshalb: 13.-16.01.2020 William wählen!

Schon vor vielen Jahren wusste die SPD: „Willy wählen“ bringt uns voran. Deshalb wählt William in den Fakultätsrat und unterstützt den RCDS – die studentische Mitte!