NRW-Hochschulgesetz

Die Pläne der Landesregierung aus CDU und FDP, den Hochschulen mehr Freiheit und Autonomie einzuräumen, begrüßen wir grundsätzlich. Insbesondere freut uns die Option, studentische Wahlen künftig online durchführen zu können. Online-Wahlen haben sich als sehr sicher herausgestellt und können die Wahlbeteiligung immens steigern. Bedenken haben wir allerdings bezüglich der Transparenz der Stimmenauszählung. Entsprechend der in unserem Wahlprogramm formulierten Positionen zur Anwesenheitspflicht und zur Zivilklausel begrüßen wir die dahingehenden Pläne und mahnen die Uni zu einer sinnvollen Umsetzung ihrer neuen Freiheiten. Wir befürchten, dass studentische Vertreter, die jede Form von zusätzlicher Anwesenheitsüberprüfung ablehnen, der Uni gegenüber unglaubwürdig werden und diese dann gar nicht mehr verhindern können. Wir lehnen verbindliche Vereinbarungen, die zu Studenten zur Einhaltung der Regelstudienzeit zwingen, ab. Sie entsprechen in vielerlei Hinsicht nicht der studentischen Realität. Eine Deckelung der Studienzeit, z.B. auf das Doppelte der Regelzeit, kann allerdings eine durchaus effektive Maßnahme sein. Verpflichtende aber unverbindliche Self-Assessements können dazu führen, dass man sich bewusster für seinen Studiengang entscheidet. Studienbeiräte soll jede Fakultät nach Bedarf einrichten oder abschaffen dürfen. Eine verstärkte Anerkennung extrakurrikulär erworbener Kompetenzen begrüßen wir sehr. Sie ist eindeutig im Sinne bisheriger RCDS-Forderungen. Zur gesamten Novelle: https://www.mkw.nrw/fileadmin/Medien/Dokumente/Hochschule/Eckpunkte_HG.pdf