Effektive Studentenlobby – studentische Interessen vertreten

Wir setzen auf konstruktiven Dialog mit Politik und Verwaltung statt auf Konfrontation, mit der der AStA seine Position nur noch verschlechtert. Der RCDS hat über seine Strukturen einen direkten Draht in den Landes- und den Bundesvorstand der CDU, also insbesondere in die NRW-Staatskanzlei oder das Bundesministerium für Bildung und Forschung, in denen die wichtigen Entscheidungen gefällt werden. Genauso pflegen wir ein sehr gutes Verhältnis zum Oberbürgermeister, der Kommunalpolitik und der Bonner Stadtverwaltung sowie zu den hiesigen Landtagsabgeordneten.

Am Beispiel des Semestertickets hat man gesehen, was im Moment falsch läuft: Der AStA hat den politischen und verwaltungsinternen Entscheidungsprozess verschlafen und durch eine halbgare Protestaktion ohne jede Aussicht auf Erfolg den VRS provoziert. Das hat das Semesterticket an sich gefährdet und die zukünftige Verhandlungsposition verschlechtert. Auch der aktuellen Landesregierung begegnet man auf Demos mit Protestschildern statt im Gespräch. Der RCDS hat bei der Stadtrats-Koalition, der Stadtverwaltung, dem Oberbürgermeister, den Bonner Landtagsabgeordneten, der Landes- und der Bundesregierung ein offenes Ohr. Ein RCDS-AStA-Vorsitzender kann diese Kanäle nutzen, um einen konstruktiven Dialog zu führen. Natürlich werden wir genauso mit Vertretern von Parteien, denen wir inhaltlich eher fern stehen, im Namen des AStA zu verhandeln. Aber nicht, indem wir im letzten Moment trotzig werden, ohne irgendeinen Hebel zu haben, oder ungehörte Parolen auf Plakate schreiben: Wir werden in einen Dialog treten und konstruktiv die Interessen der Bonner Studenten aufzeigen. So werden wir den Blick der Politiker und Beamten um die studentische Perspektive zu bereichern und ggf. einen Kompromiss möglicher gegensätzlicher Interessen auszuarbeiten. Das heißt natürlich nicht, dass wir uns billig verkaufen – ganz im Gegenteil!

Auch der Uni gegenüber werden wir uns als AStA und in den Gremien als ein Partner zeigen, der die studentischen Interessen fest im Blick hat, sich aber am Machbaren orientiert und nicht an ideologischen Träumereien.